Schweissrauchabsaugung

Warum Schweißrauch abgesaugt werden muss

Beim Schweißen entstehen feine und ultrafeine Partikel sowie gasförmige Emissionen, die als Schweißrauch in die Umgebungsluft gelangen. Ohne eine wirksame Erfassung verteilen sich diese Gefahrstoffe im Arbeitsbereich, belasten die Atemluft und können die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen. Besonders beim Schweißen hochlegierter Werkstoffe können zudem gesundheitlich kritische Stoffe wie Chrom(VI)- und Nickelverbindungen entstehen.

Eine professionelle Schweißrauchabsaugung erfasst die Emissionen direkt an der Entstehungsstelle und reduziert die Ausbreitung von Feinstaub in der Produktionshalle. Sie verbessert die Luftqualität am Arbeitsplatz und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung arbeitsschutzrechtlicher Anforderungen, beispielsweise gemäß Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und TRGS 528.

Vorteile Schweißrauch-absaugung

  • Effiziente Erfassung von Schweißrauch direkt an der Emissionsquelle
  • Reduzierung von Feinstaub und gesundheitsschädlichen Gefahrstoffen
  • Hohe Filterleistung für saubere Luft am Schweißarbeitsplatz
  • Passende Lösungen für Einzelarbeitsplätze, Fertigungslinien und Schweißhallen
  • Energieeffiziente Absaugtechnik für Industrie und Handwerk
  • Individuelle Planung, Fertigung und Betreuung aus einer Hand

Kleine Partikel, große Auswirkungen

Je kleiner ein Partikel ist, desto tiefer kann er in die Atemwege eindringen. Partikel mit einem Durchmesser bis 10 Mikrometer (PM10) lagern sich überwiegend in den oberen Atemwegen ab. Feinstaub (PM2,5) gelangt bis in die Bronchien. Ultrafeine Partikel (< PM1), wie sie beim MIG-, MAG- oder E-Hand-Schweißen in großer Anzahl entstehen, können bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen und dort nur eingeschränkt vom Körper abgebaut werden.

Rauchemissionen aus Schweißprozessen werden weltweit als karzinogen (IARC, Gruppe 1) eingestuft – also als Stoff, bei dem wissenschaftlich klar belegt ist, dass er Krebs verursachen kann.

Wie funktioniert Schweißrauchabsaugung?

Eine Schweißrauchabsaugung erfasst Rauch, Feinstaub und Gefahrstoffe möglichst direkt an der Entstehungsstelle. Über einen Absaugarm, eine Erfassungshaube oder ein Rohrleitungssystem wird die belastete Prozessluft zur Absauganlage geführt. Dort werden die enthaltenen Partikel mithilfe hocheffizienter Filterelemente abgeschieden, bevor die gereinigte Luft in die Produktionshalle zurückgeführt oder ins Freie abgeführt wird.

Welche Schweißrauchabsaugung passt zu welcher Anwendung?

Jeder Schweißarbeitsplatz erfordert eine passende Absauglösung. Je nach Schweißverfahren, Bauteilgröße und Fertigungsablauf kommen mobile, stationäre oder individuell geplante Schweißrauchabsaugungen zum Einsatz. Wir unterstützen Sie bei der Auslegung einer bedarfsgerechten Absauglösung, die auf Ihre Produktionsbedingungen und Prozesse abgestimmt ist.

Einzelne oder wechselnde Schweißarbeitsplätze

Für Einzelarbeitsplätze oder häufig wechselnde Einsatzorte eignen sich mobile Schweißrauchabsaugungen. Sie lassen sich flexibel positionieren und erfassen Schweißrauch direkt an der Entstehungsstelle.

Feste Schweißarbeitsplätze oder Schweißkabinen

An dauerhaft eingerichteten Schweißarbeitsplätzen sorgen stationäre Rauchfilteranlagen für eine zuverlässige Erfassung von Schweißrauch und Feinstaub. Die Absaugung wird individuell auf den Arbeitsplatz abgestimmt und gewährleistet eine dauerhaft hohe Erfassungsleistung.

Mehrere Schweißarbeitsplätze oder Schweißhallen

Werden mehrere Schweißarbeitsplätze gleichzeitig betrieben oder lässt sich Schweißrauch nicht an allen Arbeitsplätzen vollständig direkt erfassen, kommen Hallenabsaugungen zum Einsatz. Je nach Anwendung entwickeln wir eine wirtschaftliche Lösung für eine zuverlässige Erfassung des Schweißrauchs und eine dauerhaft hohe Luftqualität.

Absauganlagen zur Schweißrauchabsaugung

Ob mobiler Einzelarbeitsplatz, stationäre Absauganlage oder Hallenabsaugung: wir entwickeln maßgeschneiderte Lösungen für die zuverlässige Erfassung von Schweißrauch. Alle Systeme werden individuell auf Ihre Produktionsbedingungen und Anforderungen abgestimmt.

Gesetzliche Anforderungen

Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) verpflichtet Arbeitgeber, Gefährdungen durch Gefahrstoffe zu beurteilen und die Exposition der Mitarbeiter durch geeignete Schutzmaßnahmen so weit wie möglich zu minimieren. Die TRGS 528 konkretisiert diese Anforderungen für Schweißarbeiten und fordert, Schweißrauchemissionen nach dem Stand der Technik möglichst direkt an der Entstehungsstelle zu erfassen und sicher abzuführen.

Insbesondere beim Schweißen hochlegierter Werkstoffe, bei denen unter anderem Chrom(VI)- oder Nickelverbindungen entstehen können, gelten erhöhte Anforderungen an die Luftführung und Filtertechnik. Für Anwendungen mit Umluftbetrieb bieten wir unsere Schweißrauchfilter optional mit HEPA H14 Filtern an. Mit einem Abscheidegrad von 99,995 % erfüllen sie höchste Anforderungen an die Luftfiltration und eignen sich für Anlagenkonzepte mit Luftrückführung.

Einsatzbereiche

Schweißrauchabsaugungen kommen in unterschiedlichsten Branchen und Fertigungsbereichen zum Einsatz – vom Metall- und Stahlbau über den Maschinen- und Anlagenbau, Schlossereien, den Fahrzeug- und Nutzfahrzeugbau sowie den Behälter- und Apparatebau bis hin zu Lohnfertigungen, Ausbildungswerkstätten, Schweißschulen sowie der Instandhaltung und Reparatur. Je nach Schweißverfahren, Arbeitsplatz und Fertigungsprozess unterscheiden sich die Anforderungen an die Absaugtechnik.

Deshalb entwickeln wir maßgeschneiderte Absauganlagen nach dem ABSAUGWERK Prinzip, die exakt auf Produktionsbedingungen, Prozesse und Anforderungen abgestimmt sind.

FAQs

Wir beraten Sie gerne!

Wir stehen Ihnen mit umfassender technischer Expertise für die Planung und Beratung Ihres Rauchfilters zur Seite. Gemeinsam erarbeiten wir maßgeschneiderte Lösungen und unterbreiten Ihnen gerne ein individuelles Angebot.